Hintergrundbericht

Lost Places

Als ich mit der Fotografie anfing, reizte mich die Lost Place-Fotografie. Warum? Weil es zu diesem Zeitpunkt nicht nur ein gewisser Kick war, sondern verlassene Orte Ihre Geschichte erzählen. Es sind Geschichten die später niemand mehr nachempfinden kann, da diese Gebäude irgendwann abgerissen oder mutwillig zerstört werden. Ich kann nur abraten, als Anfänger die Lost Place Fotografie zu wählen, weil man mit sehr dunklen Räumen zu kämpfen hat. Zu wenig Licht ist der Feind des Fotografen!


Ich habe einige verlassene Orte gesehen, beispielsweise verschiedene Fabriken und ein Kinderheim. Was das Kinderheim in Sachsen betrifft, habe ich die Hintergründe was sich damals zu DDR Zeiten dort ereignete zum Glück erst später erfahren. Beispielsweise Misshandlungen und Vergewaltigungen, von denen Betroffene heute noch ganz offen im Internet berichten. Ich habe erst später gelesen, dass ich mich in einer Arrestzelle befand, wo es vielen Kindern und Jugendlichen sehr schlecht erging. Viele Gedanken, Ängste und Schmerzen, die an diesem Ort einst zur Realität wurden. Es war wirklich ein schauriges Gefühl durch diese Räume zu gehen. Klassenräume und Kinderzimmer, die durch Gittertore getrennt waren. Aber auch die Alte Tapete und Vorhänge, ließen mich ebenfalls gedanklich in diese Zeit zurück reisen. Zu diesem großen Kinderheim gehört eine Kapelle die sich mitten im Dorf befindet. Ich hatte glücklicherweise die Möglichkeit, im Inneren Bilder zu verewigen, ohne das ich verschmierte Wände vorfand. So etwas ist in der Lost Place-Fotografie eine Seltenheit. Leider werden solche Orte meist verwüstet, zerstört oder angezündet. Selbstverständlich passiert es auch, das sich dort Obdachlose befinden die sich gestört fühlen.


Was die Fabriken betrifft, erzählen verschiedene Gegenstände die man findet ihre eigene Geschichte. Beispielsweise eine alte verrostete Schreibmaschine, ein altes Telefon, alte verrostete Geldkassetten, oder auch Unterlagen. Heute beschäftige ich mich ausschließlich mit der People-Fotografie. Nach einigen Schulungen und Workshops in diesem Bereich macht es mir besonders großen Spaß, Menschen mit all ihren Facetten für die Ewigkeit festzuhalten. Es gibt viele Fotografien die beide Bereiche verbinden und ihre Models in verlassenen Orten fotografieren. So entstehen tolle Bilder mit ganz eigenem Charakter.

Eine Auswahl an Fotoarchiven

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Bericht, Fotografie & Bearbeitung

Andreas Maul

Andreas Maul

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